TRAIN THE INTERCULTURAL TRAINER

Schulungsmassnahme für die Multiplikatoren der Integrationsarbeit

Wir wollen eine Reihe von Train the Trainer Workshops über den respektvollen Umgang mit Anderswertigkeit für die Multiplikatoren der Integrationsarbeit durchführen. Diese Trainings zielen darauf ab, die kulturellen Kompetenzen der Teilnehmer und die Führungskompetenz für interkulturell schwer interpretierbare Situationen zu erweitern. Wir möchten diejenigen unterstützen, die ein Training zur Vermittlung interkultureller Handlungskompetenzen selbst erfolgreich leiten und sich selbst als Multiplikatoren im Integrationsprozess einbringen wollen.

Interkulturelle Trainings sind ein unverzichtbarer Teil der Integrationsarbeit. Die Fähigkeit, Kulturunterschiede, Vorurteile und Barrieren in der internationalen Zusammenarbeit zu erkennen und mit ihnen umzugehen, sowie die Fähigkeit, gemeinsame Spielregeln zu bestimmen, sind entscheidend für die Bildung des Vertrauens in der Gruppe, sowie für die erfolgreiche Durchführung von gemeinsamen Projekten. Interkulturelles Training fördert in erster Linie Fähigkeiten zum Umgang mit Menschen. Es hat aber auch immer Auswirkungen auf das Bewusstsein für eigene kulturelle Prägungen und eigene kulturelle Identität. Wir wollen zur Völkerverständigung beitragen indem wir die interkulturellen Kompetenzen fördern und das Zusammenarbeiten von Menschen unterschiedlicher Kulturen unterstützen.

In unseren Fortbildungsmaßnahmen wird neben dem Aufschluss über die Grundlagen und Methoden der Teamarbeit in den multikulturell zusammengesetzten Teams auch die interkulturelle Kompetenz zur Bewältigung von Konfliktsituationen behandelt. Didaktisch werden wir uns hierzu der klassischen Elemente der Konfliktbearbeitung unter Berücksichtigung soziokultureller „Andersartigkeit“ und gegensätzlicher Denk- und Handlungsweisen bedienen.

 

Zielgruppe der Schulung

Multiplikatoren aus dem NGO-Bereich, für den kaum möglich ist, sich systematisch und professionell weiterzubilden. Aus unserer Erfahrung geht hervor, dass viele Migranten-organisationen sich zwar für eine soziale Gesellschaftsentwicklung, Demokratieförderung und Integrationsarbeit engagieren. Auf der anderen Seite aber, nur wenige von ihnen auf diese Arbeit ausreichend vorbereitet sind. Die größte Herausforderung für die Mitarbeiter von Migrantenorganisationen in ihrer Arbeit ist, dass sie in diesem Zusammenhang mit neuen und bisher höchst unzulänglich erschlossenen kulturellen Werten, Normen und Verhaltensweisen konfrontiert werden. Sie brauchen daher ein breites Spektrum von Schlüsselkompetenzen sowie die Fähigkeit, mit Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen effizient kommunizieren zu können. Die Fähigkeit, Kulturunterschiede, Vorurteile und Barrieren in der internationalen Zusammenarbeit zu erkennen und mit ihnen umzugehen, sowie die Fähigkeit, gemeinsame Spielregeln zu bestimmen, sind entscheidend für die Bildung des Vertrauens in der Gruppe, sowie für die erfolgreiche Durchführung von gemeinsamen Projekten.

Schulungsinhalte

Programm der Trainings.

Erster Tag

  1. Einstieg- Kennen lernen, TN Erwartungen
  2. Kommunikationstheorie und Praxis – Wie baue ich das Thema: Kommunikation in das interkulturelle Training ein? Wie viel Theorie ist notwendig? Welche Transfermethoden gibt es?
  3. Kultur und Kulturmodelle – Welche Theorie und wie viel ist in interkulturellen Trainings gefragt? Welche Kulturmodelle gibt es? Wie gehe ich mit den Stereotypen und Vorurteilen um?
  4. Länderspezifisches Wissen gekonnt vermitteln durch wirkungsvolle Methoden, lustige Spiele und effektive Techniken.
  5. Metastunde – Offene Fragen und Antworten über Trainingsveranstaltung. Ein „heißer Stuhl“ für den Trainer, der bereit ist, ALLES aus seiner Trainer-Küche zu verraten.

Zweiter Tag

  1. Einstieg – Präsentation des TN-Portfolios. Lerntagebuch: Aufbau, Anwendungen, Refleksion.
  2. Case Study – Am zweitem Tag werden wirkungsvolle Methoden in interkulturellen Trainings dargestellt und ausprobiert. Die“ Contrast-Culture Methode“ wird ausführlich präsentiert und aktiv geübt.
  3. Filmarbeit mit Video-Feedback, Selbstreflektionsübungen und verschiedene Simulationsspiele werden praktiziert.
  4. Abschlussevaluation in Theorie und Praxis – Welche Methoden gibt es, um die TN nicht mit standardisierten Fragebögen zu langweilen und trotzdem einen Überblick zu bekommen.

 

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Methoden

Bei der Ausbildung von interkulturellen Handlungskompetenzen handelt es sich größtenteils um den Erwerb von Dialogkompetenz, die durch achtsame Wahrnehmung ermöglicht wird. In unserem Seminar werden verschiedene Kommunikationskanäle wie „Zuschauen, Zuhören und Fühlen“ weiter entwickelt, um über den kulturellen Unterschied hinaus mit den anderen Menschen in den Dialog treten zu können. Innovativ an unserem Vorhaben ist daher der integral-systemische Ansatz, der eine der umfassendsten und leistungsfähigsten Methodiken auf dem Gebiet der Kommunikationstheorien

Unsere Schulungsmassnahame ist als interaktive Workshop konzipiert. Ihr Schwerpunkt liegt auf eigenem Engagement der Teilnehmer.  Neben klassischen Lehrformen wie Vorlesung und Präsentation werden auch folgende modernere Methoden genutzt, wie Video- und Audio-Aufnahmen, Tests, Simulationsspiele, Fallbeispielanalyse, Einzel- und Gruppenübungen, Podium- und Paneldiskussionen.

Über uns

Das Institut für Globale Integrale Kompetenzen e.V. (IFGIC) ist am 31.Mai 2013 gegründet worden, um den Gedanken der globalen integralen Kompetenz in Gesundheit, Gesellschaft und Politik zu verbreiten und entsprechende Konzepte und Programme in der Aus- und Weiterbildung zu entwickeln. Der Verein unterstützt die Entwicklung wissenschaftlicher Grundlagen für die kosmopolitische Kommunikation von privaten und öffentlichen Organisationen und unterstützt den interkulturellen Dialog in Politik, Bildung und Kultur.

Wir initiieren und unterstützen daher Projekte, die es ermöglichen, mehr über “die Anderen” zu erfahren und sich über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten auszutauschen. Wir sind politisch und religiös ungebunden und zielen auf Demokratie und Völkerverständigung im Geist von Respekt und Toleranz hin.

Viele unsere Mitglieder sind selbst Migranten und hier finden unsere Kompetenzen und Lebenseinstellung, sowie die Spezialisierung auf den interkulturellen Bereich ihren Ursprung. Zudem sind sie seit mehreren Jahren erfolgreich als interkulturelle Trainer tätig und verfügen über spezifische Kompetenzen als Dozenten in unterschiedlichen Fachgebieten.

Trainer

Das Konzept der interkulturellen Trainings hat Dr. Anna Storck entwickelt. Sie ist gebürtige Polin und als interkulturelle Trainerin und Beraterin, sowie Spezialistin für Analyse von Gruppenprozessen und für internationale Teambildung tätig. Sie ist Co-Autorin des Trainerhandbuches “Das RKW-Manual für interkulturelle Training” und bildet interkulturelle Trainer aus.

Dr. Kazuma Matoba, Hochschuldozent und Trainer/Berater für interkulturelle Kommunikation und Diversity Management. Seit 20 Jahren lebt er in Deutschland und ist wegen seines Migrationshintergrunds und seiner interkulturellen Kompetenz in verschiedenen Integrations-organisationen als Trainer und Berater ehrenamtlich tätig.

Agata Nienajadlo studierte Übersetzen an der Fachhochschule für Sprachen- und Kulturwissenschaft in Germersheim mit dem Schwerpunkt interkulturelle Kommunikation. Sie konzipierte und führte interkulturelle Trainings für Erasmus und Studierende in Mainz im Rahmen von Career Center durch. Sie ist ein Gründungsmitglied bei IfGIC und aktiv in allen administrativen und organisatorischen Tätigkeiten des Vereins.

Anmeldung

Die Teilnahme is kostenlos unter dem Vorbehalt der Förderungsbewilligung. Wegen begrenzter Platzzahl wird um Voranmeldung gebeten: anna.storck@ifgic.org.

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